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April 08 - Suwarrow, Niue, Samoa

 

Reise nach Suwarrow, Niue und Samoa ...

 

Fliegen Sie mit uns über American Samoa ...

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Ein Klick auf die Karte zeigt unsere Reise in den Westpazifik ...  

Unsere Route führte uns von Französisch Polynesien nach Suwarrow. Von dort segelten wir 580 SM SSW zur kleinen Insel Niue. Im Zick-Zack ging es 300 SM weiter nach Nord-Nordwest und erreichten Pago Pago in American Samoa. 3 Wochen sind wir in Tutiula geblieben und wir müssen sagen, trotz des zeitweiligen Gestankes der dortigen Fischfabrik hat sich der Aufenthalt in American Samoa gelohnt. Wir sind uns sicher, dass die Personen, welche dem Besuch von American Samoa negativst ablehenen, die Pago Pago Bucht nie verlassen haben. Von Pago Pago aus erreichten wir die Hauptstadt von Western Samoa, Apia, in einer nächtlichen Überfahrt.

 

Unter den Seglern ist die Meinung weit verbreitet, dass Western Samoa das vorteilhaftere Preisniveau als American Samoa hat. Wir denken, dass das nicht stimmt. Durch den "Hafenzwang" und das überaus teure Internet verliert Western Samoa viele Punkte an die amerikanische Schwesterinsel. Die Einkaufsmöglichkeiten und die öffentlichen Verkehrsmittel von American Samoa sind wesentlich effizienter. Im Gegenzug dafür geniessen wir den "unverdorbenen" Charme von Western Samoa ...

 

Hier geht es zur Übersicht der Karten.


Suwarrow, die mystische Insel zwischen Franzöisch Polynesien und Samoa ...

 


20. April 2008, Suwarrow - Cook-Islands 

Wir haben unser erstes Ziel erreicht, das Atoll mit Namen Suwarrow, in den nördlichen Cook-Islands. Etwas mehr als 7 Tage benötigten wir für die 720 Seemeilen. Viele Flauten und Leichtwinde bescherten uns eine lange Fahrt. Ohne Wind drehen wir in der Regel bei und lassen das Schiff driften. In Suwarrow sind zur Zeit keine anderen Schiffe anwesend und somit sind wir die einzigen Menschen in den uns umgebenden 10'000 oder mehr km². Das Atoll selbst ist voller Haifische und bei dieser Einsamkeit wird man vorsichtig: nur nicht durch Fahrlässigkeit das Beiboot verlieren und zum Schiff schwimmen müssen :-)) ... Aber gerade dieses einmalige "Von-allem-weit-entfernt-sein" ist äusserst "aufregend" und wir geniessen unsere einsame Zeit in Suwarrow.

 

Der Pass - oder die Einfahrt - in das Atoll ist breit und gut sichtbar, also völlig ungefährlich. Der Ankerplatz gefällt uns weniger, wir ankern auf 18-22 m Tiefe und der Grund ist voller Korallen.

 

Suwarrow ist ein „mystisches“ Atoll. Zweimal wurden hier kleine Schätze mit spanischen Gold- und Silber-Münzen ausgegraben. Tom Neale lebte von 1952 bis 1977 als Einsiedler auf der Insel und schrieb das Buch „An Island to Oneself“. Einen weiteren Schatz hat er nicht gefunden …


Niue, die andere Art von Südseeinseln ...

 

Bei Süd- und Westwinden ist der Ankerplatz und die Beibootanlegestelle grossem Schwell ausgesetzt ...

 


26. April 2008, Niue

Reist man von Französisch Polynesien in Richtung Westen, entscheidet man sich für die südliche (Niue-Tonga-Fiji) oder die nördliche Route (Samoa-Fiji). Wir haben viel Zeit und so werden wir beide Routen im Zick-Zack fahren, d.h. wir haben unsere Pläne geändert und segelten kurzerhand von Suwarrow nach Niue. Niue liegt 580 SM entfernt und diesesmal hatten wir die besten aller Segelkonditionen: 18-22 Kn Wind aus 90-110 Grad und schönstes Sonnenwetter. Wir erreichten Niue in exakt 3 Tagen.

 

Niue ist eine Reise wert. Der Inselstaat ist mit ca. 1'500 Einwohnern bevölkert und die dort lebenden Leute sind sehr aufgeschlossen und freundlich. Niue bietet sehr schöne Spaziergänge in der bizzarren Landschaft der Insel und passt zunächst gar nicht in das Klischee eines "Südseeparadieses". Niue ist wirtschaftlich an Neuseeland angeschlossen, die Währung ist der neuseeländische Dollar. Einmal im Monat kommt ein Frachtschiff zur Versorgung der Insel mit Nahrungsmittel, Treibstoff, Autos, usw. Einmal pro Woche landet eine BO 737 aus Auckland. Das Leben der Einwohner verläuft irgendwie wie bei uns ... es wird zu den üblichen Zeiten gearbeitet, zuhause oder im Kaffee sitzt man an seinem Laptop, denn es gibt überall auf der Insel - sehr langsamen -Internetzugang via WiFi, aber besser langsam als gar nicht. Kriminalität ist kein Thema in Niue, "böse Buben" gibt es hier nicht.

 

Cyclon "Heta", eine Klasse 5 Hurrikan, traf anfangs Januar 2004 auf Alofi und richtete schwersten Schaden an. Siehe Hurrikan "Heta".

 

Informationen über Niue: Webseite der Insel

 

Zum 2. Bild: Es gibt nur schlechte Ankerplätze in Niue. Darum hat der Yachtclub vor Alofi - während der Saison - etwa 20 Bojen montiert, an welchen die Schiffe festgemacht werden können. Bei westlichen Winden wird es - auch an den Bojen - sehr ungemütlich und es gibt keine Alternativen. Sogar wegsegeln ist schwierig, weil man ja von hier aus westlich segeln will. Ein weiteres grosses Problem ist die Anlegestelle für das Beiboot. Bei starken Winden kan es sein, dass man wegen den Wellen das Beiboot nicht mehr benutzen kann. Dann ist man gezwungen, an Land zu schlafen. Zwei Tage Westwind mit 15 bis 20 Kn haben uns gezeigt, wie unangenehm es hier in Niue werden kann ...


Vorsicht ist beim Ankern in Pago Pago angebracht ...

 

Schönste Aussicht auf Pago Pago. Im hinteren Teil der Bucht sind die Ankerplätze für die Segelschiffe ...

 

5. Mai 2008, American Samoa

Wir sind in etwas mehr als 1½ Tagen von Niue nach American Samoa gesegelt. Dank besten Segelbedingungen erreichten wir das beinahe 300 SM entfernte Pago Pago bei Sonnenuntergang, anstelle des darauf folgenden Vormittags. So ankerten wir in Eile und die Eile führt zu Fehlern. Wir schauen auf die Karte und suchten zwischen den Schiffen unseren Ankerplatz und haben dabei die Karte mit der südlichen Untiefe gleich wieder vergessen. Prompt hatten wir Grundberührung beim Rückwärtsfahren, als wir den Anker vergraben wollten. Glück, es ist nichts passiert :-)) ... Auf der Karte sieht man das unter Wasser liegende Riff - oder die Untiefe - in dunkelgrüner Farbe.

 

Der Ankergrund ist schlecht (Schlamm und Plastiksäcke!) und so ankert man hier mit verkatteten Ankern, d.h. es wird ein Anker vor dem Hauptanker montiert. Zudem liegt die Bucht zwischen Hügeln, welche starke Böen erwarten lassen. Einige Schiffe sind an Bojen, was zusätzlich das Ankern erschwert, weil diese einen kleineren "Schwojkreis" haben, als Schiffe vor Anker.

 

Zum 2. Bild: Es stimmt, dass das Wasser im hinteren Teil der Bucht, in welcher die Segelschiffe ankern, stark verschmutzt ist. Aber die Insel selbst ist von traumhafter Schönheit und es wäre ein Fehler, aus diesem Grunde American Samoa nicht zu besuchen. Uns hat es hier ausserordentlich gefallen.

 


Kinder in Western Samoa ...

 

26. Mai 2008, Western- oder Independent Samoa

Eine nächtliche Segelreise brachte uns von Pago Pago in American Samoa zur Hauptstadt von Western Samoa, Apia. Nach einer zweitägigen Rundfahrt im Mietwagen steht für uns fest: Western Samoa ist eine der schönsten, und liebenswertesten Inseln im Pazifik.

 

Western Samoa ist eine Reise wert. Wer die Gelegenheit hat, hier einmal seine Ferien zu verbringen, sollte diese benutzen. Die Landschaft der Insel ist atemberaubend und die Leute sind lustig, aufgeschlossen und äusserst freundlich.

 

Western Samoa bietet auch einiges an "Ungewohntem":

  • Männer tragen einen Lavalava (täglicher, bunter Rock) oder einen Faitaga (dezenter Rock mit Taschen). Mit Letzteren laufen u.a. alle Respektpersonen, z.B. Polizisten herum.
  • Wir sollen Rattensperren auf allen Seilen anbringen. Nicht etwa um unser Schiff vor Ratten zu sichern, sondern um allfällige Ratten, welche sich auf unserem Schiff befinden könnten, daran zu hindern, Western Samoa zu betreten :-))) ... 
  • Die Fale - Wohnungen - haben keine Wände.
  • Im Jahr 1830 landet der Engländer John Williams von der Londoner Missionsgesellschaft auf der samoanischen Insel Savaii und läßt sich auf Samoa als Missionar nieder – 10 Jahre später war ganz Samoa christianisiert! Der Grund für diese schnelle und unblutige Christianisierung Samoas dürfte auch in der Tatsache liegen, daß es in Samoa bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts noch rituelle Menschenopfer mit Kannibalismus gab und eine samoanische Prophezeiung besagte, daß eines Tages Menschen anderer Hautfarbe nach Samoa kommen und eine neue Religion mit sich bringen würden, die die „einheimischen Götter“ ersetzen würden.......so wurden die ersten Missionare mit offenen Armen willkommen geheissen ! John Williams bereiste übrigens nach seiner sehr erfolgreichen Christianisierung Samoas noch die Inseln von Vanuatu, wo er aber getötet und verspeist wurde ... sein Kopf wurde, nach der Bekehrung Vanuatu’s, an die Samoaner zurückgegeben und ist heute in Apia, Samoa, bestattet.
  • Muttertag und Vatertag kennt man überall auf der Welt. Nur in Samoa gibt es exklusive den "Tag der Kinder" - am Montag nach dem "Weissen Sonntag" ist darum offizieller Feiertag.
  • Die Behörde denkt - ernsthaft - daran, vom Rechts- auf den Links-Verkehr umzustellen.
  • In Samoa gibt es weder Fahrschule, noch Fahrzeugkontrolle. Geschwindigkeits- oder Alkoholkontrollen sind dem Land ebenso fremd. Trotz all diesen "Mängeln" ist das Autofahren hier angenehm und problemlos.

Ankerplätze gibt es keine mehr in Apia. Man muss die kleine Marina benutzen. Nachdem man sich bei der Einfahrt der Hafenbehörde gemeldet hat, wird das Schiff in die Marina "eskortiert". Zoll, Gesundheitsamt, Quarantäne, Hafenbehörde und die Marina-Administration besuchen die Schiffe. Erst nachdem alle Formalitäten erledigt sind, darf das Schiff verlassen werden. Die Behörden sind unkomliziert und nach einer Stunde können wir die gelbe Flagge einholen .... 

 

Hanfblätter in Western Samoa? Besser nicht :-)) ...

 

 

Mit Drogen auf dem Schiff sollte man hier in Apia sehr vorsichtig sein. Alle neu ankommenden Schiffe wurden von einem Hund nach Drogen abgesucht.

 

Bei einem jungen Australier fand der Zoll drei Joints und dafür landete er im Gefängnis ... für wie lange? Wir wissen es nicht. Heute wurde das kleine Schiff, im Beisein des Australiers, von 3 Zöllnern komplett durchsucht. All diese Arbeit, die Aufregung, den Ärger und die vielen Unannehmlichkeiten ...  lohnt sich das für drei kleine Joints !?

 

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Schnappschüsse

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



 

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