Hier geht es zurück zu Indien, Rajasthan Teil 1

Jodhpur

Die Fahrt nach Jodhpur verläuft am Ostrand der Wüste Thar. Die Farbe der Altstadthäuser gab Jodhpur den Namen "blaue Stadt".
Wir besuchen das mächtige "Meherangarh Fort", welches auf einem Sandsteinhügel steht. Von oben haben wir einen weiten Blick über Jodhpur und Umgebung.


Ranakpur
In Ranakpur besichtigen Sie die berühmten Jain-Tempel. Der Tempelkomplex mit zauberhaften Marmorskulpturen ist malerisch in einem Tal der bewaldeten Aravelli-Berge gelegen. Die Jain-Tempel bestechen durch grandiose Architektur, wunderschöne Dekorationen und mehr als tausend verschiedene Säulen.
|
Insgesamt weist der auf einer erhöhten Platform errichtete Tempelkomplex 29 Hallen auf, getragen von 1'444 Säulen unterschiedlicher Gestalt.





|
Diese Platte mit einem Durchmesser von ungefähr einem Meter für den Prinz 'Parshva' wurde später im Tempel eingebaut. Die Linie um das Zentrum herum ist endlos und stellt eine Kobra dar.


|
|
Auf der Fahrt nach Kumbalgarh sahen wir in der Bergregion viele dieser Bewässerungsanlagen ...

|

Kumbalgarh
Wir fahren durch die Aravelli-Bergen nach Kumbalgarh. Die Strecke führt durch einsame Dörfer und wir geniessen herrliche Aussichten.
Die Bergfestungsanlage von Kumbalgarh wurde im 15. Jahrhundert erbaut und ist von einem mächtigen Schutzwall umgeben. Sie wurde nie von Gegnern eingenommen. 36 km lange Mauern beschützten das Fort und diese bis weit ins Tal reichenden Anlagen lassen sich durchaus mit der Chinesischen Mauer messen ...

Die Fahrt durch dieses Berggebiet war einer der Höhepunkte unserer Reise. Sobald man die "Touristenpfade" verlässt, kommt die Schönheit des Landes durch die Einwohner zum Vorschein. Leider ist für uns eine Verständigung unmöglich und so bleiben die kleinen Gespräche mit der Bevölkerung aus. Ein grosser Vorteil ist natürlich unser indischer Fahrer. Er hält den Kontakt zu den Einheimischen und spielt den Dolmetscher für uns. Ohne diese Möglichkeit der Konversationwäre die Reise äusserst schwierig. Die Sprache der Inder ist für uns so unverständlich, dass wir nicht einmal Vermutungen über den Inhalt der Sätze anstellen können. Das gleiche gilt für die Schrift, die Zeichen sind für uns auf keine Weise deutbar.

Udaipur

Die 1567 gegründete ehemalige Hauptstadt Udaipur des Königreiches Mewar, liegt auf etwa 600m Höhe
in den Aravalli-Bergen am Ufer der Seen Pichola und Fateh Sagar. Durch seine zauberhafte Lage inmitten von grünen Bergen wird Udaipur auch „Venedig des Ostens“ oder „Stadt der Morgendämmerung“ genannt ... Zahllose Künstler, Poeten und Schriftsteller liessen sich durch sie inspirieren.

|


|

Der riesige Stadtpalast von Udaipur zu Füßen
des malerischen Pichola-Sees verkörpert
Reichtum und Macht.

Udaipur ist eine hektische Stadt. Die ausgestrahlte Ruhe der präsentierten Fotos täuscht ...

|

Die hintere der beiden Inseln im Pichola See heisst Jag Mandir. Maharana Karan Singh baute dort ebenfalls einen kleinen Palast der später hauptsächlich als Gästehaus diente. Angeblich
erhielt Shah Jahan dort seine Inspiration für den Taj Mahal. Das ist jedoch nur eine Sage,
für die es keine sicheren Beweise gibt ...


|

Dungarpur

Die Fahrt führte uns auf einer malerischen Strecke nach Dungarpur, die Hochburg der Bhils, einem Ureinwohner-Stamm, dessen Geschichte 4'000 Jahre zurück zu verfolgen sind. Wir besuchten den alten Stadtpalast "Juna Mahal", welcher hinter seinen verwitterten Mauern die grösste und prachtvollste Freskensammlung Indiens verbirgt. Man sollte nicht vergessen, ab und zu einen Schrank zu öffnen, denn darin verbergen sich die pikanten Zeichnungen, Kamasutra genannt. Das Schöne an Dungarpur ist die Abgeschiedenheit des Ortes. Touristen, ausser uns zwei, fehlen praktisch gänzlich :-)) ...

Einmal Maharaja sein :-)) ... Unser Chauffeur Mahavir mit Nathalie auf dem Maharaja-Thron.
Wir übernachten im "Udai Bilas Palace" aus dem 13. Jh., welcher idyllisch an einem See liegt. Zum Fotographieren blieb leider wenig Zeit. Darum hier die Webseite des Hotels.

Chittaurgarh

Chittaurgarh ist die grösste historische Festungsanlage von ganz Indien. Eine Besichtigung gewährt Einblicke in den unbezwingbaren Kampfgeist und den legendären Stolz der Rajputen-Krieger. Für dieses Fort haben viele tausend Soldaten ihr Leben gelassen und viele Rajput-Frauen begangen hier "Jauhar", den Massenfreitod im heiligen Feuer, um der Entehrung durch den Feind zu entgehen.

Der Aufstieg zu dem beeindruckenden Fort erfolgt über eine gewundene Strasse, die ehemals von sieben Befestigungstoren aus bewacht und verteidigt wurde. Zu jeder Windung des aufsteigenden Weges gehört die Legende eines tapferen Kriegers, der an dieser Stelle sein Leben im Kampf um das Fort gelassen hat.
Eine besondere Sehenswürdigkeit der Anlage ist der Vijaysthambha, der steinerne „Turm des Sieges“, der über und über mit Darstellungen von Göttern und Göttinnen bedeckt ist.

Pushkar

Heute ging die Fahrt weiter in den hinduistischen Pilgerort Pushkar, der mit seinem heiligen See sowie zahlreichen Tempeln und Ghats (hinduistische Badestellen) wie eine Oase inmitten der Thar-Wüste liegt. Rund um den See sind die 52 Ghats angelegt, an denen die Pilger baden. Einige Ghats haben besondere Wichtigkeit: der Varah Ghat, der Brahma Ghat oder der Gandhi Ghat.

Wir sind hier an einem heiligen Ort, mit einem heiligen See. Die richtigen und die falschen Priester sind äusserst geschäftstüchtig. Obwohl wir nun beinahe "total-erfahrene" Indien-Touristen sind, fielen wir beinahe wieder auf einen ausgeklügelten Trick herein: Unser Chauffeur fuhr uns zu einem ihm bekannten Restaurant und warnte uns eindringlich vor den vielen Geschäftemacher. Wir steigen vor dem Eingang des Restaurants aus und da stand ein netter Inder, welcher uns beiden je eine kleine Blume in die Hand drückte und dabei meinte, wenn man diese in den kleinen See werfe, hätte man grosses Glück. Wir sind nicht im geringsten abergläubisch, aber wir sind höflich und weil wir dachten, es sei der Besitzer des Restaurant, welcher uns eine Freude machen wollte, taten wir ihm den Gefallen und spazierten den ein minütigen Weg zum See. Der gute Herr begleitete uns und mir ahnte schon Böses. So gab ich ihm vorsichtshalber unseren "Tarif" durch und sagt ihm recht deutlich: "My friend" wir kaufen nichts, wir gehen in keinen Souveniershop, wir geben kein Trinkgeld ... "nein, nein, er wolle nichts", war seine Antwort. Eine Minute später, am See, war der vermeintliche Besitzer des Restaurants plötzlich verschwunden, dafür waren ein oder zwei "scheinheilige" Priester bei uns. Ich kam ihnen glücklicherweise zuvor, denn meine Blume schwamm bereits im See, als sie uns mit rüder Redensart die Heiligkeit des Sees und die erforderliche, natürlich heiligste vor allem kostenpflichtige Zeremonie aufdrängen wollten. Nun, diese Methoden kennen wir und in diesen Augenblicken sind wir stark: wir liessen ihn gestikulierend stehen und spazierten zurück zum Restaurant, wo wir vorzüglich speisten.
Das Dessert nach dem Essen sollte etwas Süsses sein, meinte meine Frau. Die Stadt hat viele kleine verwinkelte Strassen mit allerlei Souvenir-geschäfte, Cafés, Restaurants und diversen Shops. Rumschlendern lohnt sich, wir wurden schnell fündig, denn unsere Augen erblickten Schockoriegel namens "Snickers". Genau das Richtige für meine Frau. Vor uns stand eine junge Brünette, sie las den Text auf der Verpackung unseres begehrten Produktes mit grösster Aufmerksamkeit. Dann erstand sie fünf Snickers ohne den geringsten Versuch über den Preis zu diskutieren. Sie sah unser Erstaunen und erklärte uns, dass die Snickers in Israel hergestellt wurden und darum 100%-ig koscher seien ...
Koschere Snickers, "sich suchende" Europäer oder Amerikaner, selbst ernannte Priester, echte Priester, heilige Kühe, Hindus, Mohammedaner, Budisten, heiliger See ... wir sind im Hexenkessel der Religionen. Es fehlt nur noch irgendein christlicher Visionär!

Jaipur

Die Bezeichnung "Pink City" für Jaipur bezieht sich auf den alten, im Nord-Osten gelegenen Teil der Stadt, der neben herrlichen Palästen auch eine Reihe von Tempeln zu bieten hat, deren Architektur die Stilrichtungen mehrerer Jahrhunderte präsentiert. Anstelle von engen, gewundenen Gassen gibt es hier gerade und geräumige Strassen, die in rechten Winkeln aufeinander treffen. Die rosa Farbe, mit der die Wände getüncht sind, ist überall das herausragende Merkmal. Früher war die Stadt eher grau, doch als 1883 anlässlich des Besuches von Prinz Albert die Häuser verschönert werden sollten, erhielten sie alle eine rosa Anstrich.
Vor den Toren Jaipur’s liegt Amber, die ehemalige Hauptstadt des Rajputen-Reiches. Strategisch hoch auf einem der umliegenden Hügel erbaut, liegt der "Amber Fort". Doch erst einmal muss man hinauf, vorbei an Souvenirläden und -händlern, welche uns andauernd begleiten. Die Architektur der Anlage (besonders der Spiegel- und der Sommerpalast) ist beeindruckend.


Ein absolutes Highlight ist der Hawa Mahal, der „Palast der Winde“, der 1799 erbaut wurde, um den Frauen des Hofes eine Sicht auf die Strassenprozessionen zu ermöglichen, ohne selbst gesehen zu werden. Eigentlich kein Gebäude im herkömmlichen Sinne, sondern nur eine Giebelfront. Dahinter befindet sich ein Treppenhaus, dass zu den Fensterläden führt. Die Fassade ist mit dekorativem Gitterwerk an Fenstern und Balkonen sehr ansprechend gestaltet.

Hier geht es weiter zu Indien, Pradesh & Punjab
Hier geht es zur Fotogalerie Indien.