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Die Welt in 360° sehen ...

 

Das beste Fotoformat um Bilder auf dem Computer anzuzeigen sind sicherlich die 360° Panoramafotos. Der Betrachter steht im

Zentrum des Fotos und kann durch Drehen seinen Blickwinkel frei wählen. Gedreht wird das Bild mit gedrückter linker Maustaste und Fahren in die gewünschte Richtung. Das Erstellen eines solchen Fotos sieht einfach aus, ist es aber nicht. Es wird einiges an Hard- und Software benötigt, von der investierten Zeit ganz zu schweigen. Der Aufwand lohnt sich, denn das Ergebnis ist ausserordentlich ... wir hoffen, dass Euch die Bilder ebenfalls gefallen :-)) ...

 

Zum Anzeigen der Panoramabilder wird der Adobe Flash Player benötigt.


... wie wird ein 360° Panorama erstellt?

 

Hardware

 

Die wichtigste Utensilie ist ein Panoramakopf auf dem Stativ. Mittels diesem Kopf schiebt man den Drehpunkt des Fotoapparates auf die vorderste Linse, genannt der Nodalpunkt. Zudem kann der Drehwinkel auf verschiedene Grade eingestellt werden. Ohne Panoramakopf können die Fotos nachher nur schwer zusammengesetzt werden.

 

Es ist relativ einfach, den Panoramakopf selbst herzustellen. Mir fehlte leider die Zeit dazu :-((

 

Der Weitwinkel des Objektives bestimmt die Anzahl Fotos, welche für die 360° Aufnahme geschossen werden müssen. Wir haben uns dazu das 8mm F3,5 EX DG Zirkular Fisheye von Sigma angeschafft. Fünf Fotos - vier im Abstand von 90° und eines für den Nadir - reichen, um das 360° Panorama zu erstellen. Das Foto für den Zenith entfällt, wenn man die vier Fotos für das Panorama mit einem Winkel von etwa 10° nach oben aufnimmt.

 

Software

 

Sind die Fotos erstellt, werden sie zusammengesetzt. Wir verwenden dazu das Programm PTGui. Wenn die Aufnahmen korrekt erstellt wurden, fügt das Programm diese mehr oder weniger automatisch zusammen und bereitet die Datei auf, welche für das Anzeigen benötigt wird.

 

Um diese Datei ins Flash-Format zu bringen verwenden wir Pano2VR. Der Flash-Player ist auf den meisten Computern installiert. Sollte dies nicht der Fall sein, dann kann dieses Plugin hier geladen werden.

 

Pano2VR bietet noch weitere unverzichtbare Optionen. So kann ein Panoramafoto von einem Format in ein anderes umgewandelt werden. Dies erleichtert die Korrektur des Nadirs ganz erheblich.

 

 

Dokumentation

 

Wirklich tolle Bilder gibt es auf der Seite: http://www.360bilder.de/

 

Wie wird der Nodalpunkt ermittelt: http://www.tbk.de/news/nodalpt.htm

 

Sehr gute Beschreibung zur Erstellung von 360° Panoramas mit vielen Links:

http://panoramen.hohenauer.ch/theorie/

 

Das "Patchen" des Nadir-Punktes (das ist der Punkt, auf welchem das Stativ steht) wird im Help von PTGui beschrieben. Das "Flicken" oder "Retuschieren" dieses Punktes ist nicht ganz einfach und beansprucht einiges an Zeit.

http://www.ptgui.com/support.html#2_4

(Auf der Seite das Stichwort "Logo" suchen).

 

Sehr gute Informationen über die 360° Panoramen erhält man im Forum "Panorama Community"

 

Ein grosses Problem bei den 360° Panoramas sind die Lichtverhältnisse, da man praktisch immer ein Foto direkt in die Sonne schiessen muss. PtGui versucht diese extremen Lichtverhältnisse abzugleichen, aber meistens erhält das Foto einen weissen Himmel. Nun, wie kriegt man die schönen Farben unseres Beispiel-Panoramas auf das Foto? Das Geheimnis lautet: HDR (siehe nächstes Kapitel). Anstelle der fünf Einzelfotos fotografiert man je eine Belichtungsserie mit 5 bis 9 Bildern, mit einem Belichtungsunterschied von 0.7 bis 1.0 Blenden. Wir verwenden i.d.R. 7 Photos mit je einer Blende Unterschied. Damit werden für ein 360° Panorama 35 verschiedene Fotos benötigt. Bei den Belichtungsserien ist darauf zu achten, dass sich die Personen nicht bewegen, um das HDR-Bild scharf zu erhalten. Das ist der Grund, warum wir in den meisten Sprachen die Worte "bitte nicht bewegen" beherrschen :-)) ...

 

Nachtrag vom Februar 2010: Wir haben uns den Panoramakopf von Nodal Ninja angeschaft. Dieser wird am Objektv befestigt und ist um einiges kleiner und vor allem stabiler, als unser alter Panoramakopf. Hier der Link: http://www.nodalninja.com/products/panoheads/ultimate.html


HDR Fotos - High-Dynamic-Range Bilder

 

Die Welt in den natürlichen Farben sehen ... wie wird ein HDR-Image erstellt?

 

Grundsätzlich ist jedes Foto mehr oder weniger falsch belichtet, da eine Kamera nur den Durchschnitt des Bildes oder das gesamte Bild aufgrund eines Punktes belichtet. Bereits in den 50-er Jahren wurde mit HDR-Fotographie (High-Dynamic-Range Bilder) experimentiert. Man fotographiert von ein und demselben Objekt mehrere Bilder, von total unterbelichtet bis total überbelichtet (eine Belichtungsreihe, mit minimal 3 und maximal 9 Bilder). Diese Bilder legt man übereinander und nimmt von jedem denjenigen Teil, welcher korrekt belichtet ist und fertigt daraus ein neues Bild, eben ein HDR-Image an. Die Belichtungsreihe erledigt eine moderne Digitalkamera heute ohne Probleme und das Zusammenfügen der Bilder übernimmt ein Computerprogramm. In meinem Falle ist das Photomatix Pro. Das Resultat ist erstaunlich, selbst die feinsten Details sind abgebildet. Am Anfang wirkt das Foto etwas gekünstelt, gemahlt oder surrealistisch. Aber dann gewöhnt man sich schnell daran und nach einer Weile empfindet man ein normales, "richtig" belichtetes Foto beinahe als langweilig. 

 

Beispiel: Riquewir im Elsass. Die aufgenommen Personen sollten sich natürlich während dem Aufnehmen der Belichtungsserie nicht allzustark bewegen :-)) ... Ein Klick auf das Bild zeigt es im Grossformat.

 

HDR-Image von Sergio und Nathalie in Riquewir im Elsass.

 

 

Belichtungsreihe 1      Belichtungsreihe 2    Belichtungsreihe 3      

Belichtungsreihe 4

 

Belichtungsreihe 5     Belichtungsreihe 6     Belichtungsreihe 7

 

Fazit:
Es lohnt sich, HDR-Images zu erstellen, sofern man unbewegte Objekte vor der Kamera hat. Zudem macht die Verarbeitung Spass,

denn sie lässt jeden Spielraum für "Eingriffe", resp. eigene Kreativität, offen. HDR-Image kann man zu jeder Tages-, resp. Nachtzeit und ebenfalls bei jedem Wetter erstellen. Äusserst geeignet sind diese Fotos bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen oder Innenaufnahmen.

 

Kleiner, aber interessanter Lehrgang zu diesem Thema gibt es hier.


Kann man aus nur einem Foto ein HDR-Image herstellen?

 

Die Antwort: Ja, man kann :-)) ...

 

 

 

HDR-Images von Bildern mit Objekten in Bewegung können mit einer Belichtungsserie nicht erstellt werden, zu stark sind die Bewegungsunschärfen. Zudem ist ein Stativ notwendig, welches man nicht immer bei sich hat oder haben möchte. Und, wer hat nicht tolle Fotos aus der Vergangenheit, welche unter schlechten Lichtverhältnissen zustande kamen?
 
Könnte man aus einem einzigen Foto ein HDR-Image erstellen, wären alle vorgenannten Nachteile vom Tisch. Wir haben es lange versucht und eine Lösung gefunden, die nahe an HDR-Images mit Belichtungsserien kommen. Nur das geübte Auge sieht die kleinen Unterschiede und darum lohnt sich der Aufwand.
 
 
Wie wird ein HDR-Image aus einem Foto erstellt?
 
Voraussetzung ist, dass man über ein Bildbearbeitungs-Programm verfügt, mit welchem die
Tonwerte oder die Blende (Adobe Ligthroom) verändert werden können. Ist ein solches vorhanden, z.B. Photoshop Elements, dann ist es ganz einfach:
 
Man liest das Originalbild ein und erstellt mit diesem (immer das Originalbild verwenden), 4 bis 6 zusätzliche Bilder mit unterschiedlichen Tonwerten. Für die überbelichteten Fotos verwendet man z.B. Tonwerte von  1.4, 2.0 und 2.9 und für de unterbelichteten solche von 0.8, 0.6 und 0.4. Wichtig ist, dass immer der gesamte Tonwertumfang angewendet wird, d.h. dieser sollte für diesen Vorgang keinesfalls eingeschränkt werden.
 
Das Originalbild und die 6 neu erstellen Fotos werden mit  
Photomatix Pro zu einem HDR-Bild verarbeitet und das Resultat daraus ggf. mit Photoshop Elements noch nach bearbeitet. So einfach ist es :-)) ...
 
Die Resultate lassen sich zeigen. Aus beinahe unbrauchbaren Fotos werden hervorragende Bilder erstellt. Der Unterschied zu einem HDR-Image mit einer Belichtungsserie ist so klein, dass dieser vernachlässigt werden kann. Natürlich würde ich diese "Ein-Bild_HDRI-Variante" nicht für Innenräume anwenden, da muss sicher eine Belichtungsserie aufgenommen werden. Aber überall dort wo sich Objekte bewegen und eine Belichtungsserie nicht möglich ist, ist die "Ein-Bild-Variante" anwendbar.
 
Rechts sind vier Beispiele zu sehen. Zum Vergleichen ist links das Originalbild und rechts das daraus erstelle HDR-Image. Wir wünschen viel Spass beim "Selber-Probieren" ...

 

 

Originalbild

 

Aus einem Foto ein ...

 

Aus einem Foto ein ...

 

Aus einem Foto ein ...

 

Aus einem Foto ein ...

HDR-Image aus einem Foto

 

... ein HDR-Image erstellen.

 

... ein HDR-Image erstellen.

 

... ein HDR-Image erstellen.

 

... ein HDR-Image erstellen.


Organisation & Nachbearbeitung

 

Für die Nachbearbeitung und Organisation unserer Fotos verwenden wir Photoshop Elements von Adobe. Zu welchem Ergebnis die

Nachbearbeitung eines Fotos mit diesem Programm führen kann, zeigt folgendes Beispiel:

 

Bild bearbeitet ...

 

Bild bearbeitet ...

Nicht bearbeitetes Bild ...

 

Unbearbeitetes HDR-Bild ...

 


Unsere Fotoausrüstung

 

Nikon D300

http://imaging.nikon.com/products/imaging/lineup/digitalcamera/slr/d300/

 

SIGMA 8mmF3,5 EX DG Zirkular Fisheye.

Mit diesem Objektiv und dem Crop-Faktor von 1.5 der D300 benötigen wir 4 Fotos im Abstand von 90° für die 360° Panoramas.

http://www.sigma-foto.de/cms/front_content.php?client=1&lang=1&idcat=53&idart=70

 

SIGMA 10-20mm F4-5,6 EX DC HSM

http://www.sigma-foto.de/cms/front_content.php?client=1&lang=1&idcat=53&idart=173

 

NIKKOR AF-S DX VR Zoom-Nikkor 18-200mm f/3.5-5.6G IF-ED (11.1x)

http://imaging.nikon.com/products/imaging/lineup/lens/af/dx/af-s_dx_vr_zoom18-200mmf_35-56g_if/index.htm

 

Nodal Ninja Panorama Stativkopf

http://www.nodalninja.com/products/panoheads/ultimate.html

 

Silk Stativ

 

Panasonic DMC-DZ5

 



 

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