

Penrhyn in den Cook-Inseln - die Gebrutsstätte der Haifische ...
Wir wollen eine weitere Saison in Französisch Polynesien verbringen. Um das Bezahlen der Importsteuer für unsere „Nathape“ – welche nach einem Jahr fällig würde - zu verhindern, müssen wir einen Hafen ausserhalb der Französisch-Polynesien-Gewässer anlaufen. Aus verschiedenen Gründen ist die Ausführung dieses Planes nicht einfach: Dieses Gebiet ist so gross wie Europa und liegt in den pazifischen Ost-Passatwinden, d.h. das Ziel ist immer sehr weit entfernt, nach Osten kann man nicht fahren und fährt man nach Westen, kommt man nicht mehr leicht zurück. Somit haben wir uns für das Anlaufen von Penrhyn entschieden, weil dies die nordöstlichste Insel der Cooks ist und es bei einem Nordost-Wind möglich sein sollte, wieder nach Raiatea zurückzusegeln.
Am 21. Mai 2007 sind wir in Omoka Penrhyn angekommen, dem nordöstlichsten und sehr abgelegenen Atoll der Cook-Inseln. Nach der Ankunft besuchten uns die ersten „Behörden“: Der Minister des „Health-Department“ und ein weiterer vom „Ministerium für Agriculture“. Am nächsten Morgen war dann der Zoll/Immigration selbst auf unserem Schiff. Alle sind sehr freundlich und haben viel Zeit ... für die Formalitäten des Einklarierens vergehen Stunden. Dabei wird nach viel Bier gefragt und die „Beamten“ erklären uns, was sie von uns gerne (geschenkt) hätten und wir werden auf die „Gebote“ des Sonntags aufmerksam gemacht: dieser Tag ist für die Kirche, arbeiten ist nicht erlaubt, Männer haben lange Hosen zu tragen und die Frauen einen Hut ... passt doch alles zusammen oder: andere Länder, andere Sitten ?! ...
In Penrhyn gibt es zwei Ortschaften: Omoka und Tautua. Wir haben beide besucht, wobei die letztere einen sehr ausgezeichneten Ankerplatz besitzt, welcher vor den Ostwinden schützt. Beide Orte sind sehr reizvoll, wobei uns das kleine Dorf Tautua besser gefallen hat.
Am Montag den 4. Juni 2007 haben wir Penrhyn verlassen und sind heute morgen in Bora Bora angekommen. Geplant war, Penrhyn am Sonntag zu verlassen, da das Wetter für diese schwierige Passage ideal war. Obwohl wir alle Ausklarierungspapiere hatten, durften wir am Sonntag den Anker nicht heben. Ein „Gottes-Polizist“ hinderte uns mit etwas rüden Methoden am Auslaufen, mit der Begründung, „der Sonntag gehöre Gott“. Wir sind die ersten, welche die Sitten unserer Gastländer beachten, aber das „religiöse Gebaren“ hier in Penrhyn hat schon sehr „mittelalterliche“ Züge. Und dabei darf man nicht vergessen, dass die Einwohner - als 100-%-ige Neuseeländer - sehr bereist sind und sich praktisch alle für längere Zeit in Rarotonga, Neuseeland oder Australien aufgehalten haben. Uns persönlich scheint, dass das ganze „religiöse Getue“ auf diesem Atoll lediglich dazu betrieben wird, die „Chefs der Clans“ in ihrer Machtposition zu halten und zu bestätigen ... aber „wie auch immer“, der Aufenthalt hier in Penrhyn hat uns trotzdem recht gut gefallen ... :-)) ...