2007.03 - Thailand
 
 

2007 - März, Bangkok

Abenteuer zwischen den Welten 🌏

Unsere Reise glich im Frühjahr 2007 einem wahrhaftigen Kontinental-Hopping, das uns ordentlich auf Trab hielt. Nachdem wir im Januar elf Stunden lang über den Atlantik von Buenos Aires nach Madrid geschwebt waren, gönnten wir uns eine charmante Europatournee. Von den sonnigen Gassen Sevillas und Marbellas, wo wir alte Freunde wiedersahen, ging es ins beschauliche Weißenburg im Elsass. Dort lebten wir eine Weile wie moderne Nomaden und pendelten munter zwischen dem Elsass, Zürich und Luzern hin und her, bevor uns am 7. März endgültig das Fernweh packte. Via London nahmen wir Kurs auf Bangkok – und landeten in einer völlig anderen Dimension.

Bangkok, oder „Krung Thep“, wie die Stadt der Engel so klangvoll heißt, empfing uns mit jener wunderbaren Mischung aus Exotik und tropischer Hitze, die man einfach selbst erleben muss. Es ist ein herrlich lebendiges Chaos aus glitzernden Tempeln, die direkt neben futuristischen Wolkenkratzern in den Himmel ragen. Während man in den wendigen Tuk-Tuks durch den dichten Verkehr flitzt, weht einem an jeder Ecke der verlockende Duft der unzähligen Garküchen und bunten Märkte um die Nase. Wir fühlten uns in diesem Trubel pudelwohl, doch der Kontrast folgte prompt: Als wir wenig später in Sydney landeten, wirkte die australische Metropole nach den intensiven Eindrücken von Buenos Aires und Bangkok fast schon wie eine beschauliche und herrlich geordnete Kleinstadt auf uns. Es war die perfekte Atempause, bevor uns unser Weg weiter in die paradiesische Ruhe von Französisch-Polynesien führen sollte.

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Wer in Bangkok schnell und authentisch von A nach B kommen möchte, tauscht den Asphalt am besten gegen das Wasser ein. Die Anlegestellen am majestätischen Chao Phraya wirken wie schwimmende Bushaltestellen, an denen das Leben im Minutentakt pulsiert. Mit beeindruckender Präzision steuern die legendären „Chao-Phraya-River-Express-Boote“ die hölzernen Stege an, nehmen eine bunte Mischung aus Pendlern und Abenteurern auf und schießen kurz darauf mit einem kräftigen Aufschäumen der Heckwelle wieder davon. Es ist ein herrlich unkompliziertes Vergnügen, für nur ein paar Baht an den glitzernden Fassaden der Stadt vorbeizurauschen, während einem der Fahrtwind eine willkommene Abkühlung zur tropischen Hitze verschafft. Diese Wasserwege sind das wahre Herzstück der Metropole und bieten uns jedes Mal aufs Neue eine ganz eigene, faszinierende Perspektive auf die Stadt der Engel
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🚤 Taxi auf den Wellen

Wer in Bangkok schnell und authentisch von A nach B kommen möchte, tauscht den Asphalt am besten gegen das Wasser ein. Die Anlegestellen am majestätischen Chao Phraya wirken wie schwimmende Bushaltestellen, an denen das Leben im Minutentakt pulsiert. Mit beeindruckender Präzision steuern die legendären „Chao-Phraya-River-Express-Boote“ die hölzernen Stege an, nehmen eine bunte Mischung aus Pendlern und Abenteurern auf und schießen kurz darauf mit einem kräftigen Aufschäumen der Heckwelle wieder davon. Es ist ein herrlich unkompliziertes Vergnügen, für nur ein paar Baht an den glitzernden Fassaden der Stadt vorbeizurauschen, während einem der Fahrtwind eine willkommene Abkühlung zur tropischen Hitze verschafft. Diese Wasserwege sind das wahre Herzstück der Metropole und bieten uns jedes Mal aufs Neue eine ganz eigene, faszinierende Perspektive auf die Stadt der Engel
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⛩️ Tempelglanz und sportliche Missverständnisse

Obwohl unser Aufenthalt in Bangkok nur von kurzer Dauer war, wollten wir die volle Pracht der Stadt aufsaugen. Wir tauchten ein in die beeindruckende Stille der großen Heiligtümer und besuchten die architektonischen Juwelen der Stadt: Den majestätischen Wat Arun am Ufer des Flusses, den berühmten Wat Pho und den eleganten Wat Benchama Bophit aus weißem Marmor. Um das Erlebnis perfekt zu machen, ließen wir uns in den charakteristischen Longtail-Booten durch die verzweigten Kanäle chauffieren. In diesem „Venedig des Ostens“ gleitet man an hölzernen Pfahlbauten vorbei und bekommt ein wunderbares Gefühl für das traditionelle Leben am Wasser, das so wunderbar entschleunigt wirkt. Natürlich durften auch die kulinarischen Entdeckungen nicht fehlen – Thailand ist schließlich ein einziges Schlaraffenland, in dem wir uns mit Begeisterung durch die Garküchen probierten.

Ein kleiner kultureller Selbstversuch stellte sich jedoch als eine Spur zu ambitioniert heraus: die traditionelle Thai-Massage. Voller Vorfreude gaben wir uns in die Hände der Profis, nur um festzustellen, dass unsere eher robusten, germanischen Körperbaupläne nicht ganz mit der elastischen Geschmeidigkeit asiatischer Physis kompatibel sind. Während die Einheimischen die kunstvollen Dehnungen und Streckungen sichtlich genießen, fühlten wir uns wie gut gemeinte, aber etwas hölzerne Marionetten, die man versucht, in neue Formen zu knoten. Das Ergebnis dieser gut gemeinten Wellness-Aktion war ein Muskelkater der Extraklasse, der uns noch einige Tage als lebhaftes Souvenir begleitete. Wir nahmen es mit Humor – schließlich gehört auch die schmerzhafte Erkenntnis über die eigene Beweglichkeit zu einem echten Abenteuer dazu.

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Unter all den prächtigen Heiligtümern nimmt der Wat Arun, der so klangvolle „Tempel der Morgenröte“, einen ganz besonderen Platz ein – und das nicht nur in den Herzen der Besucher, sondern sogar im Alltag der Thailänder. Wer nach einem langen Tag in Bangkok sein Kleingeld sortiert, hält mit etwas Glück ein kleines Abbild dieses architektonischen Meisterwerks in den Händen. Die charakteristische Silhouette des Tempels mit seinen kunstvoll verzierten Türmen diente nämlich als Vorlage für die thailändische 2-Baht-Münze. Es ist schon ein schönes Gefühl zu wissen, dass man eines der beeindruckendsten Wahrzeichen der Stadt nicht nur bestaunen, sondern als glänzendes Souvenir direkt in der Tasche mit sich führen kann.
🪙 Ein Denkmal für die Hosentasche

Unter all den prächtigen Heiligtümern nimmt der Wat Arun, der so klangvolle „Tempel der Morgenröte“, einen ganz besonderen Platz ein – und das nicht nur in den Herzen der Besucher, sondern sogar im Alltag der Thailänder. Wer nach einem langen Tag in Bangkok sein Kleingeld sortiert, hält mit etwas Glück ein kleines Abbild dieses architektonischen Meisterwerks in den Händen. Die charakteristische Silhouette des Tempels mit seinen kunstvoll verzierten Türmen diente nämlich als Vorlage für die thailändische 2-Baht-Münze. Es ist schon ein schönes Gefühl zu wissen, dass man eines der beeindruckendsten Wahrzeichen der Stadt nicht nur bestaunen, sondern als glänzendes Souvenir direkt in der Tasche mit sich führen kann.
🌟 Ein goldenes Nickerchen der Superlative

Inmitten des quirligen Treibens von Bangkok verbirgt sich ein Ort, der uns augenblicklich in staunendes Schweigen versetzte. Wir besuchten den Wat Pho, der nicht nur als der älteste Tempel der Stadt gilt, sondern auch eine der beeindruckendsten Persönlichkeiten Thailands beherbergt: den liegenden Buddha. Schon beim Betreten der Halle raubte uns der Anblick fast den Atem, denn dieses goldglänzende Monument erstreckt sich über sage und schreibe 45 Meter Länge. Es ist eine Sache, von solchen Maßen zu lesen, aber eine völlig andere, direkt vor den gewaltigen, mit Perlmutt verzierten Fußsohlen zu stehen und den Blick an der schier endlosen, vergoldeten Statue entlangwandern zu lassen.

Man hat das Gefühl, Gold, soweit das Auge reicht, zu sehen – ein Schimmern und Leuchten, das den gesamten Raum erfüllt und eine fast magische Ruhe ausstrahlt. Während wir langsam an dem lächelnden Riesen vorbeischlenderten, spürten wir die tiefe spirituelle Bedeutung, die diesen Ort seit Jahrhunderten umgibt. Der Wat Pho ist weit mehr als nur ein Fotomotiv; er ist das historische Herz der Stadt, ein Ort der Heilung und des Wissens. Wir ließen uns Zeit, die feinen Details in der Architektur zu bewundern und die friedliche Atmosphäre in uns aufzusaugen, die einen wunderbaren Gegenpol zur Hektik der Straßen Bangkoks bildete.

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Ein Lächeln für die Ewigkeit

Unsere Erkundungstour führte uns tiefer in die spirituelle Welt Thailands, direkt vor das beeindruckende Antlitz des liegenden Buddhas im Wat Pho. Es ist nicht nur die schiere Größe von 45 Metern, die einen ehrfürchtig werden lässt, sondern vor allem die tiefe Symbolik hinter dieser goldenen Gestalt. Der Buddha wird hier in seinen letzten Momenten auf Erden dargestellt, in jener vollkommenen, seitlichen Ruhelage, die den Übergang ins Nirwana markiert.

Diese "ideale Position" strahlt eine unerschütterliche Ruhe aus – ein friedvoller Moment des Loslassens, weit weg von allem weltlichen Trubel. Es ist faszinierend zu sehen, wie dieser Ort, der als der älteste und flächenmäßig größte Tempel Bangkoks gilt, eine fast greifbare Aura des Friedens bewahrt hat. Während draußen das moderne Leben pulsiert, scheint hier drinnen die Zeit stillzustehen, eingefangen im sanften Lächeln des Buddhas, der uns daran erinnert, dass die größte Kraft oft in der absoluten Stille liegt.

🏛️ Ein Juwel aus weißem Stein

Man sagt, wer in Bangkok die Augen schließt und sich dreimal im Kreis dreht, blickt beim Öffnen garantiert auf eine Tempelanlage. Bei über 400 dieser prachtvollen Heiligtümer, die über die ganze Stadt verteilt sind, ist das auch kein Wunder! Doch unter dieser beeindruckenden Vielzahl gibt es einige wenige, die so herausstechen, dass man sie einfach gesehen haben muss. Einer davon ist der „Wat Benchama Bophit“, den wir auf unserem Streifzug entdeckt haben.

Der Name klingt schon fast wie ein Versprechen, und die Übersetzung „Marmor-Tempel“ hält dieses Versprechen mehr als ein. Es ist ein Ort von fast unwirklicher Eleganz. Statt der üblichen bunten Mosaike dominiert hier edelster, weißer Carrara-Marmor aus Italien, der im Sonnenlicht so strahlt, als würde er von innen heraus leuchten. Die klaren Linien der Architektur und die symmetrischen Innenhöfe strahlen eine Harmonie aus, die uns sofort gefangen nahm. Inmitten des quirligen, lauten Bangkoks wirkte dieser Tempel wie eine Oase der Ästhetik und der Stille – ein perfekter Moment, um die Kamera zu zücken und ein Stück dieser zeitlosen Schönheit für unsere Erinnerungen festzuhalten.

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🛶 Ein schwimmendes Fest für die Sinne

Im März 2007 machten wir uns auf den Weg zu einem Ort, der wie kein zweiter das traditionelle Herz Thailands widerspiegelt: Damnoen Saduak. Etwa 100 Kilometer westlich von Bangkok gelegen, ist dies der wohl berühmteste „Schwimmende Markt“ des Landes. Schon die Anreise war ein kleines Abenteuer für sich. Bevor wir das eigentliche Marktgeschehen erreichten, stiegen wir in ein Longtail-Boot und sausten über die Kanäle. Der Fahrtwind in den Haaren und das rhythmische Knattern des Motors waren die perfekte Einstimmung auf das, was uns erwartete.

Oft liest man im Internet kritische Stimmen, dass der Markt zu touristisch sei, doch wir sahen das ganz entspannt. Sicherlich waren wir nicht die einzigen Besucher mit einer Kamera um den Hals, aber unser Eindruck war ein völlig anderer: Das bunte Treiben fühlte sich herrlich authentisch an. Gefühlt 95 % der Menschen um uns herum schienen Einheimische zu sein, die hier ganz selbstverständlich ihren Alltag lebten, handelten und lachten.

Es ist ein faszinierendes Schauspiel, wenn die flachen Holzboote der Händler so dicht aneinander vorbeigleiten, dass kaum ein Blatt Papier dazwischenpasst. Die Boote sind bis zum Rand beladen mit exotischen Früchten, deren Farben so leuchten, als hätten sie einen eigenen Filter, und duftenden Köstlichkeiten, die direkt auf kleinen Kohleöfen an Bord brutzeln. Wir ließen uns treiben, genossen das friedliche Chaos auf dem Wasser und stellten fest: Wenn das der „touristische“ Teil Thailands ist, dann nehmen wir jede Sekunde davon mit einem breiten Lächeln mit!

📸 Logenplatz am Wasserweg

Ein Blick wie aus dem Bilderbuch: Auf dem schwimmenden Markt von Damnoen Saduak verschmelzen Tradition und Lebensfreude zu einem bunten Mosaik. Von unserem Longtail-Boot aus beobachteten wir das geschäftige Treiben der Händler, die ihre vollbeladenen Kähne mit einer unglaublichen Leichtigkeit durch die schmalen Kanäle steuern. Entgegen aller Gerüchte fühlte sich dieses charmante Gewusel zwischen Garküchen und Obstbergen herrlich echt an – ein lebendiges Stück Thailand, das man am besten mit einem Lächeln und der Kamera im Anschlag genießt.


Was für eine Stimmung ...
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