2009.09 - Fiji, Teil 4
 
 

2009.10 - Entdeckungsfahrt durch die Yasawas: Inselhopping mit Freunden


Die Yasawa-Inseln - ein Traum aus puderweißen Stränden und türkisblauem Wasser! Gemeinsam mit unseren kanadischen Segelfreunden Carmen & Robert (SY "Caminata") und den australischen Gästen Fred & Meridee erkundeten wir dieses Paradies: 

 

Am Ende kehrten wir nach Savusavu zurück - mit einem Schatz an Erinnerungen und der Gewissheit: Die Yasawas sind pure Magie! 🌺




Mana Island - Mana Island: Türkis trifft Tropengrün.

Ein paar Seemeilen nordwestlich von Malolo Lailai liegt Mana Island - wie eine smaragdgrüne Perle im türkisfarbenen Meer. Ihre schneeweißen Strände, von lebendigen Korallenriffen umspielt, wirken wie aus einem Traum. Unser Foto zeigt den schmalen, aber gut markierten Pass in die Lagune: eine natürliche Einladung zum Ankern. Im Hintergrund grüßt Malolo Lailai, während wir uns auf kristallklares Wasser und unvergessliche Schnorchelmomente freuen. Ein Ort, der selbst erfahrene Segler noch staunen lässt

Navadra Island: Geister, Grouper und unberührtes Paradies

Als letzte Perle der Mamanucas ragt Navadra aus dem Meer - vulkanisch, wild und sagenumwoben. Die Fijianer flüstern von Geistern auf der Insel, weshalb sie bis heute unbewohnt bleibt. Doch nach drei Tagen zwischen smaragdgrünem Dschungel und schneeweißen Stränden konnten wir keine Spukgestalten entdecken - nur ein traumhaftes Riff mit prächtigen Korallen und majestätischen Zackenbarschen, die elegant durchs türkise Wasser gleiten. Wer hier schnorchelt, taucht nicht nur ins Meer, sondern vielleicht auch in eine geheimnisvolle Legende ein.

Waya Island: Wo sich Paradies und Dramen begegnen 

Die Yalobi-Bucht im Süden Wayas ist ein Postkartenmotiv zum Verlieben: Ein schneeweißer Strand, eingerahmt von steilen, üppig grünen Bergen, die sich im türkisen Wasser spiegeln. Doch diese Idylle hat auch ihre Schattenseiten...

Mitte Oktober 2009 strandete hier eine elegante 50-Fuß-Yacht - ein Opfer starker Südwinde und einer gebrochenen Ankerkette. Während der Besitzer das Schiff aufgab, machten sich die Bewohner Yalobis mit typisch Fijianischer Gelassenheit ans Werk: Stück für Stück wird das einstige Prestigeobjekt abgetragen. In wenigen Tagen wird nur noch eine geisterhafte Hülle an dieses maritime Drama erinnern. 

Ein surrealer Anblick: Wo sich normalerweise Touristen im Paradies sonnen, vollzieht sich nun die Wandlung von Luxusyacht zu Dorfbaumaterial. Die Natur holt sich hier zurück, was ihr gehört - mit einer Mischung aus Tragik und faszinierender Poesie. 

Naviti Island: Willkommen in Somosomo

Das Dorf Somosomo auf Naviti Island empfängt uns mit typisch Fijianischer Herzlichkeit: Kaum legen wir mit dem Beiboot an, stürmt eine Schar Kindergartenkinder mit ihrer Lehrerin strahlend und winkend ans Ufer - eine Begrüßung, die sofort das Gefühl vermittelt: Hier bist du willkommen

Der nächste Schritt ist Tradition: Wir bitten um Audienz beim Chief, überreichen die zeremoniellen Kavawurzeln (Sevusevu) und erhalten freundlich die Erlaubnis, das Dorf zu erkunden und zu fotografieren. Die kurze, aber bedeutungsvolle Zeremonie öffnet uns Tür und Tor - im wahrsten Sinne des Wortes. Denn ein einmal angenommenes Sevusevu gilt ein Leben lang: Wir dürfen zurückkommen, wann immer wir möchten. 

Es ist dieser besondere Moment der Verbindung, der Fiji so unvergesslich macht - wo aus Besuchern Freunde werden und Tradition lebendig bleibt. 

Mitten in der Nacht: Überraschungsbesuch mit Langusten-Delikatesse 🦞✨
Um 4 Uhr morgens klopft es unvermittelt an unsere Schiffswand - in der stockfinsteren Bucht ein durchaus beunruhigender Moment! Doch statt eines nächtlichen Notfalls erwartet uns ein findiger Fijianer auf einem Surfbrett, der uns vier prächtige Langusten zum Verkauf anbietet. Nach dem ersten Schrecken können wir nicht widerstehen: Der Fang sieht zu frisch und verlockend aus! 

Unsere Freunde Carmen & Robert verwandeln die nächtliche Überraschung prompt in ein Gourmet-Erlebnis und zaubern daraus ein Festmahl. Was als mysteriöses Klopfen begann, endete mit einem feinen Dinner unter Sternen - und der Erkenntnis: Selbst die ungewöhnlichsten Begegnungen auf Fiji führen oft zu den schönsten Momenten! 

Naviti Island: Auf den Spuren einer verschollenen Spitfire ✈️
Naviti verbirgt ein Stück vergessene Kriegsgeschichte: Während des 2. Weltkriegs stürzte hier eine amerikanische Spitfire ins Meer - ein stummer Zeuge vergangener Konflikte. Unser Guide Armani aus der nahen Siedlung "Spitfire Cove" kennt die Geschichten der Alten und führt uns zur vermuteten Absturzstelle. 

Ausgerüstet mit Schnorchel, Maske und Flossen durchkämmen wir über eine Stunde das türkisfarbene Wasser. Die Suche gleicht einer Schatzjagd: Das Wrack ist winzig - ohne Flügel, Motor oder Propeller, die wohl längst von Stürmen oder Schrottsammlern fortgetragen wurden. Nur noch der verwitterte Rumpf könnte im Korallengestrüpp verborgen liegen. 

Doch selbst ohne spektakulären Fund bleibt die Faszination: Wie oft mögen Dorfbewohner hier schon über die Wellen geblickt haben, während unter ihnen ein Stück Geschichte langsam vom Meer verschluckt wird? Armani lacht: "Vielleicht hat der Geist des Piloten das Flugzeug längst woanders geparkt!" 
Tina, in Somosomo Naviti-Island^.LB200910Fiji (32)LB200910Fiji (33)LB200910Fiji (34)LB200910Fiji (35)LB200910Fiji (41)LB200910Fiji (42)LB200910Fiji (37)LB200910Fiji (38)LB200910Fiji (39)
Nanuya Island: Ein Wiedersehen unter Palmen 🌴

Bereits im Frühjahr hatten wir Nanuya Island mit unseren Freunden aus Dubai besucht - damals ein erstes Kennenlernen mit diesem kleinen Paradies. Nun, auf unserem letzten Stopp in den Yasawas vor der Rückkehr nach Savusavu, fühlt es sich an wie ein heimliches Wiedersehen mit einem alten Freund

Die Insel begrüßt uns vertraut: Palmen, die sich im Wind wiegen, ein Strand wie aus gepudertem Zucker und Wasser in allen Schattierungen von Türkis. Doch diesmal ist die Stimmung anders - nicht weniger schön, aber etwas wehmütig, denn es ist unser letzter Ankerplatz in diesem Archipel. 

Wir nutzen die Zeit, um noch einmal zu schnorcheln, die Korallen zu bewundern, die uns beim letzten Mal so begeistert hatten, und uns an den Abenden bei sanftem Wellenrauschen an die schönsten Momente der Reise zu erinnern. Nanuya ist nicht nur eine Insel - es ist ein Abschiedsgeschenk der Yasawas, perfekt für einen letzten, unvergesslichen Stop. 

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2009.11 - Savusavu, Vanua Levu

Zurück in Savusavu - und kaum haben wir angelegt, trudeln schon alle unsere Freunde aus Malake ein. Die Fijianer und ihre herzliche Gastfreundschaft sind einfach unschlagbar! 

Doch wie soll man bei so viel Besucherandrang sein Schiff winterfest machen?
😊 Selbst Seravina und Epi schauten vorbei - natürlich nicht mit leeren Händen, sondern nach guter Fijianischer Tradition mit einem ganzen Festmahl im Gepäck: Land- und Meeskrabben, frischer Fisch, Taro, Maniok, köstlich zubereitete Kürbisblätter und knackiges Gemüse. Unsere Diät? Tja … die hat an diesem Tag wohl Urlaub gemacht. 

Fijis kulinarische Wildnis - oder: Wie das Wildschwein in unserem Teller landete: In Malake geht’s zu wie im Märchen - nur dass hier nicht der Jäger mit sieben Meilenstiefeln auftaucht, sondern ein neunjähriger Junge mit einem Topf voller Abenteuer. Die Männer des Dorfes hatten ein Wildschwein erlegt, und wer macht sich daraufhin freiwillig auf den dreistündigen Busmarathon nach Savusavu? Tuliga, Pulotus kleiner Sohn, mit einem dampfenden Schatz in den Händen: traditionell zubereitetes Schwein, so zart, dass es sich fast von selbst vom Knochen löste. Der Kleine übernachtete stolz wie ein Königsbote an Bord und verschwand am nächsten Morgen wieder in Richtung Heimat - wohlwissend, dass er nicht nur Essen, sondern ein Stück Fijianische Herzlichkeit transportiert hatte. Und wir? Saßen da mit vollem Bauch und dem leisen Verdacht, dass "Farm-to-Table" auf Fiji einfach "Dschungel-zur-Achterkajüte" heißt.

Und während wir alle noch über das üppige Mahl staunten, teilten sich Akanesi und Briana lachend ein Dessert - weil Freude auf Fiji eben am schönsten geteilt wird. 




2009.11 - Erinnerungsfotos - Eine Reise durch die Yasawas

Ein paar Schnappschüsse, festgehalten im Vorbeiflug, damit nichts von diesem Inselzauber verloren geht: 

Da sind sie, unsere Yasawa-Tage - eingefangen in flüchtigen Momenten, aber unvergesslich. Strände, so weiß, dass sie im Sonnenlicht fast blenden. Wasser in jedem erdenklichen Blau, als hätte jemand die Palette des Ozeans mit extra Türkis aufgepeppt. Und dann diese lässigen Palmen, die sich über allem wie müde Sonnenanbeter recken. 

Ein paar Fijianer, die uns lachend "Bula!" zurufen, Kinder, die neugierig zwischen den Booten hindurchplanschen, und abends das sanfte Knistern des Lagerfeuers am Strand. Dazwischen: wir, mit strohverfilzten Haaren und salziger Haut, zufrieden wie Muscheln bei Ebbe. 

Und natürlich - weil’s nicht anders geht - die obligatorischen "Oops"-Momente: Die Wellen, die uns beim Schnorcheln frech die Maske verrutschen ließen. Der vergebliche Kampf mit dem Sarong, der partout nicht so wollte wie der Wind. Und dieser eine Fisch, der uns beim Anlegen einfach mal dreist aus der Hand zupfte. 

Keine perfekt inszenierten Postkartenbilder - nur echtes Leben, ungefiltertes Glück und ein bisschen Sand in der Kamera. So war es. So soll es bleiben. 

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