2014.09 - Andalusien: Blaues Wunder & Häuser unter Felsen
Júzcar: Das Dorf, das dem Schlumpf-Fieber erlag
In den grünen Hügeln Andalusiens stolpern wir über ein kobaltblaues Märchen: Júzcar, ein weißes Bergdorf - oder besser gesagt: *ehemals* weißes Bergdorf. Denn 2011 geschah das Unerwartete: Anlässlich der Weltpremiere von "Die Schlümpfe" tauchte man kurzerhand jedes Haus, die Kirche und sogar die Grabsteine in knalliges Smurf-Blau.
Die Bewohner mochten ihr neues Aussehen so sehr, dass sie per Abstimmung entschieden: Das Blau bleibt! (141 Stimmen für, 33 dagegen - wer hätte gedacht, dass Schlumpf-Loyalität so demokratisch sein kann?) Seitdem ist Júzcar offiziell "das erste Schlumpfdorf der Welt". Ein Ort, der beweist: Manchmal reicht ein bisschen Farbe, um aus Alltag ein Fest zu machen.
Setenil de las Bodegas: Wo Häuser unter Felsen Schutz suchen
Wenige Kilometer weiter wartet ein weiteres Kuriosum: Setenil de las Bodegas, ein Dorf, das nicht neben, sondern unter den Felsen gebaut wurde. Hier dienen gewaltige Steinüberhänge als Dachterrassen - die Häuser ducken sich darunter, als hätten sie Angst vor der andalusischen Sonne.
Durch die engen Gassen schlendern, in Höhlenkneipen Tapas probieren und staunen, wie Menschen seit Jahrhunderten mit der Natur statt gegen sie bauen - das ist Setenil. Und während Júzcar mit Farbe spielt, setzt dieses Dorf auf Schatten, Stein und uralte Ingenieurskunst.
Warum diese beiden Dörfer perfekt zusammenpassen:
Beide zeigen: Andalusien ist voller Überraschungen - man muss nur abseits der Küstenstraßen suchen.
Fazit: Ein Tag zwischen blauen Wänden und schattigen Felsdächern - mehr Kontraste geht kaum. Und doch haben beide Dörfer eines gemeinsam: Sie verzaubern, ohne sich dafür anstrengen zu müssen.
P.S.: Wer jetzt Lust auf Tapas unter Felsen oder ein Selfie mit Schlumpf-Kulisse hat - wir wissen, wo’s geht! 😉
2014.07 - Berner Oberland: Adrenalin auf Schienen & alpine Abenteuer
Nachmittags-Programm: Von sanften Hügeln zur steilsten Bahn Europas
Nach unserem morgendlichen Spaziergang von Männlichen zur Kleinen Scheidegg hätten wir uns eigentlich zufrieden zurücklehnen können. Doch das Berner Oberland hat noch mehr zu bieten - und so landeten wir, eher zufällig als geplant, vor der Gelmerbahn, der steilsten Standseilbahn Europas.
106 % Steigung: Eine Fahrt für Nervenkitzel-Liebhaber
Die Zahlen sprechen für sich: 106 % Steigung - das entspricht einem Winkel von etwa 51°. Ursprünglich für den Transport von Baumaterial zum Gelmer-Stausee gebaut, ist die Bahn heute ein Publikumsmagnet für alle, die ihr Adrenalin gerne mit Panoramablick kombinieren.
Während wir auf die Talfahrt warteten (immerhin 2,5 Stunden später!), umrundeten wir den smaragdgrünen Gelmer-Stausee in etwa 1,5 Stunden. Die Ruhe hier oben kontrastierte wunderbar mit der vorherigen Action - bis es wieder hieß: "Bitte einsteigen, die steilste Fahrt Ihres Lebens beginnt!"
Bonus-Abenteuer: Aareschlucht & Pässe-Rundfahrt
Da wir schon in der Gegend waren, ließen wir uns die Aareschlucht nicht entgehen - ein spektakulärer, enger Canyon bei Meiringen, durch den sich die Aare ihren Weg bahnt.
Und weil ein Pass im Berner Oberland nicht genug ist, ging’s weiter über den Grimselpass, mit Blick auf den Furkapass im Hintergrund. Für Höhenfans: Der Nufenenpass (2.478 m) ist zwar die höchste Passstraße der Schweiz - aber heute nicht unser Ziel.
Epilog: Heimweh nach dem Meer
Nach all den Bergen und Schluchten überkam uns plötzlich Sehnsucht nach dem Meer - und so planten mein Enkel Valentin und ich schon mal eine symbolische Überquerung der Adria (zumindest im Kopf). Von den Alpen ans Mittelmeer - das Berner Oberland hat eben für jeden etwas!
Warum dieser Tag unvergesslich war:
Fazit: Wer dachte, nach Eiger, Mönch & Jungfrau gäbe es nichts mehr zu sehen, hat sich getäuscht. Das Berner Oberland ist eine Schatzkiste voller Überraschungen - man muss nur zugreifen! 🚞🏔️